Hundetrainer oder doch lieber Verhaltenstherapeut oder sogar Tierpsychologe ?
- tristansczesny
- 27. Dez. 2025
- 2 Min. Lesezeit
Vorab, ist es erstmal wichtig zu wissen, ist es überhaupt eine anerkannte Ausbildung oder Studium ?
Das heißt, jeder darf sich Hundetrainer, Verhaltenstherapeut, Tierpsychologe oder Hundecoach bzw. systemischer Berater nennen. Ein Studium wäre, Tiermedizin oder Verhaltensbiologie (Ethologie), wichtig der Begriff Studium impliziert, dass man an einer anerkannten öffentlichen Bildungseinrichtung studiert und dafür einen Bachelor oder Master ggf. Diplom bekommt bzw. bekommen hat. Jeder der nicht Tiermedizin studiert hat, macht den selben Sachkundenachweis beim Veterinäramt. (außer Tierärzte die bekommen sofort die Zulassung, das liegt daran, dass sie während des Studiums Verhaltenskunde hatten) Eine anerkannte Ausbildung gibt es zwar nicht aber es gibt öffentliche Institute wie die IHK, Tierärztekammern oder auch die TiHo Hannover die ein Zertifikat ausstellen, welches größtenteils bei den VET-Ämtern anerkannt wird.
Anbei die passenden Links zu den Einrichtungen.
Sachkundenachweis Hundetrainer Landestierärztekammer RLP Zertifizierung Hundetrainer/innen | Tierärztekammer Niedersachsen Hundetrainerzertifizierung in Schleswig-Holstein
Dienstleistungen TiHo Hannover Sachkundenachweis
Zusätzlich gibt es auch noch den Hundefachwirt oder ein Universitätslehrgang angewandte Kynologie. Sehr spannend, da es eher als Fortbildung für angehende Führungskräfte gedacht ist z.B. TFA oder Tierpfleger.
Interessanter weiße umfasst die Tierpfleger Ausbildung für Heimtiere (Tierpfleger/-in - IHK Nord Westfalen), im letzten Schulhalbjahr den Abschnitt Hundetraining, ergo habt man so auch die nötige Sachkunde.
Sobald ihr euch um eure Sachkunde errungen habt, (dabei ist zu erwähnen, das ihr euch auch alleine ohne eine der genannten Institute bzw. Einrichtungen, eure Fachwissen beibringen könnt), könnt ihr zum Veterinäramt und euch dort die Zulassung zur Gründung einer Hundeschule zu beantragen. Das ortsansässige VET-Amt prüft euch dann.
Das heißt: Theorieteil + Fachgespräch und eine praktische Anleitung einer Stunde unter Aufsicht des VET-Amtes, dass ist der reguläre Weg. Solltet ihr allerdings eine der oben genannten Alternativen haben, entfallen ggf. die Sachkundeprüfung beim Veterinäramt oder Teilabschnitte müssen nicht vollzogen werden.
Erwähnenswert ist noch, dass es zahlreiche private Bildungseinrichtungen gibt, die leider größtenteils ihre eigene Philosophie den angehenden Spezialisten aufdrücken. Nichts desto trotz , ist es sehr beliebt, lieber eine der privaten Einrichtungen zu wählen als eine öffentliche Einrichtung. Warum, kann ich nicht erklären aber jede Fortbildung hat ihre Berechtigung.
Anbei einige private Fortbildungen. WICHTG, teilweise heißt es Studium aber wie wir gemeinsam festgestellt haben, kann man nur an einer öffentlichen Hochschule oder Fachhochschule einen akademischen Abschluss erlangen. Bitte lasst euch davon nicht blenden.
ATN Akademie | Zertifizierte Ausbildung in Tierberufen ATM Akademie für Tiernaturheilkunde und Tierphysiotherapie
Es gibt natürlich noch mehr private Anbieter aber das sind so ungefähr die Größten. Ich möchte hier nochmal erwähnen, dass es keine anerkannte Ausbildung oder Studium ist. Es kann also keiner Hundewissenschaften bzw. Kynologie studiert haben oder eine Ausbildung vollzogen haben, es sind alles nur private Fortbildungen mit einen eigenen Zertifikaten. (auf dem meistens der Schulleiter bzw. Lehrgangsleiter unterschreibt und es keine unabhängige Trägerprüfung gibt.)
Zu guter Letzt noch gut zu wissen, man kann vom Veterinär-Amt nicht zertifiziert werden, es handelt sich lediglich um einen Sachkundenachweis, damit man sein Gewerbe anmelden darf bzw. es nachgewissen wird, dass der angehende Hundespezialist nicht tierschutzrelevant arbeitet sondern konform unterwegs ist.
Ich hoffe, ich konnte einen kleinen Einblick im Hundetrainer-Chaos gewähren.






